Hallo Felix,
Du kannst den Testberichten trauen, die sind nicht gekauft

Da könnte ich ganz andere Beispiele nennen, wie es in so manchem Medium zugeht (live erlebt).
Aber mal sachlich:
Mangokiwi hat recht. Teure Modelle werden "strenger" bewertet, als billige. Warum? Weil die Erwartungshaltung einfach eine andere ist. Von einem 70 Euro 4wd erwarte ich nicht, dass aus dem Baukasten heraus alles passt. Bei einem 250 Euro Modell schon. Das war dann z.B. das Aus
Academy SB-V2
Auch Kyoshos
Inferno ST US Sports - das Modell wurde als Testmuster gestellt - hat wegen seiner Ausstattung gemessen am Preis nicht wirklich gut abgeschnitten. Kyosho hat falsche Prioritäten gesetzt und dem Verbrennermodell zwar eine gute Fernsteuerung, aber einen schlechten Motor mitgegeben. Meine Argumentation: Eine gute Fernsteuerung hat man eher als einen Verbrennungsmotor herumliegen - und gerade wer sich an Einsteiger richtet sollte einen gutmütigen Motor mitbringen. Meine Wertung: 2/5 in der Ausstattung.
Der Grund, warum der Smacker vielleicht besser abgeschnitten hat, als manche ihm zugestehen würden ist neben dem Preisfaktor noch ein weiterer: Die Vergleichbarkeit. Um 70 bzw. 140 Euro gibt es schlichtweg keinen (RTR) 4wd an dem sich der Smacker messen könnte. (Außer die ominösen Beast Masters und vielleicht das TL01B im Abverkauf. Zu beiden: kein Kommentar)
Damit die Wertungsziffern nicht wie aus der Luft gegriffen wirken, legt offroad-CULT übrigens
als einziges Testmagazin in der Szene(!) seine Bewertungskriterien offen (s. die 5 Wertungskriterien im Detail)
Das heißt, wir können uns Schummeleien gar nicht leisten - da die Fahrzeugwertung dann nicht mehr mit dem Wertungsschema konsistent wäre und unsere anspruchsvollen Leser das sofort merken würden.
Um beim Vergleich mit anderen Testmedien zu bleiben: Nur bei offroad-CULT Testberichten wirst du gleich am Beginn folgenden Satz lesen:
Zitat:
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Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf das Testmuster und können etwa aufgrund von Serienstreuung vor allem im Bereich der Messwerte nicht uneingeschränkt verallgemeinert werden.
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Das hat nicht damit zu tun, dass ich mich aus der Verantwortung stehlen möchte, sondern es ist vielmehr (wissenschaftlich orientierte)
Grundvoraussetzung für einen seriösen Testbericht, festzustellen, wie die Ergebnisse zustande gekommen sind
Auch jene Firmen, die Testmuster stellen, wissen, dass bei offroad-CULT nichts verschenkt wird - und zwar schon vorab.
Natürlich kann es trotzdem immer mal vorkommen, dass ich ein Problem an einem Modell (etwa aufgrund von Erfahrung) anders einschätze als ein Einsteiger, für den das Modell konzipiert ist. Für ihn mag es vielleicht sogar ein unüberwindbares Problem darstellen, dagegen ist
kein Wertungssystem gefeit.
Und genau daher haben die offroad-CULT Testberichte auch eine Länge, die im Zeitschriftenformat etwa 25-60 A4 Seiten(!) entsprechen würde. Bei so einem Umfang können dann alle Probleme nicht nur beziffert und in der Wertung quantifiziert werden, sondern auch hinreichend erklärt und Workarounds aufgezeigt werden. Aus diesem Grund enthält beispielsweise der Testbericht zum
Thunder Tiger EB4 S3 RTR eine komplett bebilderte Aufbauanleitung - weil sie dem Testmodell schlichtweg fehlte was für einen Neuling sicherlich ein größeres Problem werden dürfte.
Zusammengefasst also:
Offroad-CULT Testberichte sind in dreifacher Hinsicht absolut vertrauenswürdig:
- offroad-CULT legt als einziges Testmagazin seine quantitativen Wertungskriterien offen.
- offroad-CULT Testberichte sind mit 25-60 A4 Seiten derart umfangreich, dass sich der Leser seine eigene Meinung bilden kann und streng genommen gar nicht mehr auf die Schlusswertung angewiesen wäre.
- offroad-CULT nimmt keine Testmuster an, deren Bewertung schon im Vorhinein feststehen soll

An dieser Stelle muss z.B. auch die äusserst kritische Berichterstattung zu
LRPs S8 BX Buggy erwähnt werden. Die Firmen und Vertriebe sehen uns in diesen Angelegenheiten eben als technisch versierten Partner, der Mängel und Verbesserungsvorschläge am Modell rückmeldet, denn als verlängerten Arm der Marketing-Abteilung. Dorthin zu kommen, hat auch lange gedauert - 4 Jahre, um genau zu sein
Ich hoffe, dass ich damit deine Zweifel zerstreuen und deine Fragen klären konnte. Ich bin aber jederzeit offen für Kritik und gerne bereit, mich mit dieser auseinander zu setzen. Denn schließlich führt das zu einer weiteren Verbesserung des Wertungssystems wovon wiederum alle profitieren.